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Sehnsuchtsziel Bali: Die Insel der Götter über und unter Wasser

bali

Bali, die Insel der Götter, zieht mit ihren malerischen Stränden, beeindruckenden Tempelanlagen, lebhaften Märkten und einer faszinierenden Unterwasserwelt jedes Jahr Millionen Touristen an. Wir wollten aber nicht nur die Top-Sehenswürdigkeiten sehen, sondern auch Bali unter Wasser erkunden und ein paar echte Geheimtipps finden.

Aber der Reihe nach, den bevor es nach Bali ging, flogen wir erst einmal für 3 Nächste nach Singapur und haben uns „die Schweiz Asiens“ genauer angeschaut. Doch schon die Anreise war etwas anders als sonst…

Übrigens haben wir unsere Eindrücke von Bali auch in einem YouTube Video zusammengefasst:


Flug mit Krücken und Rollstuhl

Unser Flug von Frankfurt nach Singapur war ein wenig anders als normalerweise: Aufgrund einer Hüftprellung brauchte Nora leider noch Krücken, sodass wir vorab telefonisch bei Singapore Airlines eine Rollstuhl geordert hatten um die weiten Wege am Flughafen zu minimieren. Auch wenn wir recht lange auf diesen warten mussten, ging alles absolut reibungslos als das Gerät samt netter Dame ankam und Nora durch die Kontrollen geschoben wurde.

Am Flughafen mit Rollstuhl und Krücken

Vorteil der ganzen Sache war immerhin, dass wir nirgends warten oder anstehen mussten, sondern überall direkt drankamen. Das ging übrigens nach der Landung in Singapur genauso weiter, beim Ausstieg wartete schon ein reizender Herr, der Nora innerhalb kürzester Zeit durch sämtliche Kontrollen schob und als wir am Gepäckband ankamen waren unsere Koffer schon da.

Alles in allem waren zwischen Landung, Einreise und Verlassen des Flughafens vielleicht 30 Minuten vergangen – ein absoluter Rekord! Normalerweise wären wir vom Flughafen dann auch mit der hervorragenden Metro zu unserem Hotel gefahren, aber aufgrund der Einschränkungen haben wir uns ein Taxi genommen. Zum ÖPNV und Taxis aber gleich noch mehr.


Erster Stop: Singapur, die sauberste Stadt der Welt

Wie schon geschrieben sind wir mit Singapore Airlines geflogen, welche absolut zu Recht zu den besten Fluggesellschaften der Welt zählt. Im Airbus A380 hat man selbst in der Holzklasse verhältnismäßig viel Platz und auch über das Essen kann man wirklich nicht meckern. Die freundlichen Flugbeleiter gehen regelmäßig herum und bieten Getränke oder Snacks an und auch das Bordprogramm glänzt mit einer riesigen Auswahl internationaler Filme und Serien.

Nach der Taxifahrt für umgerechnet ca 25 € zu unserer Unterkunft, dem Citadines Rochor Singapore. Das in Little India gelegene Hotel lässt für eine Städtetrip keine Wünsche offen und verfügt für singapurische Verhältnisse sogar über recht große Zimmer und einen Pool auf dem Dach, der uns nach der Ankunft direkt zu ein bisschen planschen verführte.

Zimmer Hotel
Bad Hotel
Pool Hotel

Indisches Essen und ab zum Gardens by the Bay

Nach einer Stärkung in Little India mit Butterchicken und köstlichem Naan (eine Art Fladenbrot) beschlossen wir uns direkt die Hauptattraktion Singapurs anzuschauen: Den Gardens by the Bay. Wo auch immer man Singapur hört oder sieht, sind die spektakulär bewachsenen Supertrees vertreten und zwar völlig zu Recht.

Egal ob bei Tag oder Nacht, die bis zu 50m hohen künstlichen Bäume, die von allerlei Pflanzen bewachsen sind und bei Nacht in den unterschiedlichsten Farben beleuchtet werden, bieten einen einmaligen Anblick. Zusätzlich erfüllen die Supertrees auch praktische Aufgaben: Sie sammeln Regenwasser, erzeugen Energie durch Solarzellen und dienen als Belüftungssystem für die Gewächshäuser des Parks.  Abends werden sie durch eine Licht- und Klangshow namens „Garden Rhapsody“ in Szene gesetzt, was wir zwar nicht wussten, aber zufällig in dieser Zeit da waren und in den Genuss kamen, die Show mitzuerleben.

Für die Schwindelfreien (zu denen wir nicht gehören) ist sicher der Tree Top Walk auch etwas, hier könnt ihr zu den Supretrees mit dem Aufzug hinauffahren und diese Meisterwerke aus nächster Nähe betrachten.

Übrigens: Der Eintritt zum Gardens by the Bay, aber auch zum ebenfalls sehr sehenswerten Singapore Botanic Garden sind kostenlos, sodass sich hier zu jeder zeit nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische tummeln. Wenn ihr euch den Botanic Garden anschaut, solltet ihr allerdings auch den Aufpreis zahlen und euch den National Orchid Garden anschauen und in den unzähligen Orchideen schwelgen.


Flower Dome, Cloud Forrest und Singapurs Wahrzeichen

Im Gardens by the Bay finden sich außerdem zwei weitere Highlights, die man sich definitiv anschauen sollte: Der Flower Dome und direkt daneben der Cloud Forrest. Der Flower Dome hat mit 1,28 Hektar Fläche seit 2015 seinen Platz im Guinness- Buch der Rekorde als größtes Glasgewächshaus. Nicht nur für Pflanzenliebhaber ein toller Anblick. Wir haben uns das Kombiticket für beide Attraktionen geholt, was pro Person 48 Singapore Dollar gekostet hat, umgerechnet ca. 32 €.

Jurrasic World Schild

Im Cloud Forrest gibt es regelmäßig Sonderausstellungen und als wir dort waren war es die Jurassic Experience – passend zum neuen Kinofilm. Und auch sonst passen die wirklich echt aussehenden Dinos perfekt hierher.

Orchideen im Cloud Forrest

Nach ungefähr 1,5 Stunden waren wir dann mit beiden Attraktionen durch und wären normalerweise zu Fuß weiter zum Wahrzeichen Singapurs: Dem Merlion. Aufgrund von Noras Verletzung haben wir ein Taxi genommen, aber wie gesagt, vom Gardens by the Bay ist es fußläufig nicht sehr weit Merlion, der berühmten Figur die eine Mischung aus Löwe und Fisch darstellt. Das obligatorische Foto durfte natürlich auch hier nicht fehlen.

Merlion

Zu Singapur gäbe es noch einiges mehr zu erzählen, aber dazu mehr in einem extra Beitrag speziell zu Singapur, wo wir auch auf die schon erwähnten Sehenswürdigkeiten nochmal etwas näher eingehen. Jetzt erst mal weiter, denn nach 3 Nächten hieß es bye bye Singapur, willkommen auf Bali!


Ankunft in Denpasar, Bali

Tja, so schnell kann es sich ändern: So flott wir bei der Einreise in Singapur waren, so lange dauerte diese auf Bali. Denn obwohl es Automaten gibt, die den Pass scannen, heißt das nicht, dass die auch immer funktionieren… Daher hieß es hier sich in Geduld üben und den Pass manuell kontrollieren lassen – was einem immerhin einen Stempel einbringt!

Übrigens könnt ihr euch, so zumindest unsere Erfahrung, das Visa on Arrival vorab sparen. Ihr werdet sowieso vor Ort nochmal geprüft und wir konnten nicht feststellen, dass es mit dem Vorab-Visa irgendwo schneller gegangen wäre. Zusätzlich solltet ihr, falls ihr das Einreisevisum doch vorab beantragen wollt aufpassen wo ihr das tut. Die Gebühren scheinen hier je nach Anbieter zu variieren, sodass wir es einfach und problemlos am Flughafen vor Ort gemacht haben und umgerechnet rund 55€ gezahlt haben. Dann kommt noch eine zusätzliche digitale Erklärung, die man ausfüllen muss und dann endlich geht es nach draußen. Zwischen Landung und verlassen des Flughafens lagen bei uns somit gute 2 Stunden.

Zum Glück hatte unsere Unterkunft uns einen Fahrer geschickt, der geduldig mit einem Willkommensschild auf uns gewartet hat und uns auf schnellstem Weg ins rund 20 Minuten entfernte Hotel brachte.


In einer balinesischen Villa

Angekommen in unserer Unterkunft, dem Ahimsa Beach Hotel in Jimbaran, waren wir erst mal Baff: Denn auch wenn wir die Unterkunft natürlich vorher schon online gesehen hatten, war es live doch nochmal eine andere Hausnummer. Das Hotel besteht aus einzelnen Villen, von denen jede über einen eigenen Pool verfügt und je nach Größe mehrere Schlafzimmer. Unsere Villa bestand aus einem offenen Wohn-Essbereich, einem klimatisierten Schlafzimmer und einem wunderschönen offenen Bad inklusive Badewanne.

Ein solcher Luxus, der auch nur wenige hundert Meter von einem der schönsten Strände Balis liegt ist natürlich nicht ganz kostengünstig. Trotzdem war es uns das wert und wir können das Hotel wirklich wärmstens empfehlen: Vom Frühstück, dass jeden Tag zur gewünschten Uhrzeit aufs Zimmer gebracht wurde, bis zum immer freundlichen und hilfsbereiten Personal gab es hier absolut nichts zu bemängeln. Da wir insgesamt 12 Nächte hier blieben, bekamen wir als Dankeschön für unseren langen Aufenthalt außerdem eine kostenlose Massage direkt in der Villa.

So schön die Unterkunft allerdings ist, so würden wir beim nächsten Mal nicht nur hier bleiben. Denn wir haben recht viele Ausflüge gemacht und von Jimbaran aus sind die Wege weiter in den Norden oder Osten der Insel doch recht lang.

Da wir beide auch von hier aus arbeiten würden, hatten wir uns für eine einzige Unterkunft mit sehr gutem Internet entschieden, allerdings scheint das Internet so ziemlich überall auf der Insel gut zu sein, sodass wir auch ruhig hätten umziehen können, was uns einige Zeit im Auto erspart hätte. Denn, was wir nicht auf dem Schirm hatten ist der ziemlich verrückte Verkehr auf Bali.


Verkehr auf Bali oder auch: Stau, Stau, Stau

Wer sich Bali bei Google Maps anschaut könnte leicht zu dem Schluss kommen, dass die Insel ja nicht sonderlich groß und daher schnell rundum zu erkunden ist. Tja, das wäre so, wenn es auch nur annähernd europäische Straßenverhältnisse gäbe xD. Dem ist aber nicht so und speziell vom Süden Richtung Norden zu gelangen geht nur über eine einzige Verbindungsstraße, die allerdings so stark befahren ist, dass wir an einem Tag sage und schreibe eine Stunde für ganze 16 km gebraucht haben.

Auf Bali herrscht übrigens Linksverkehr, den Briten sein Dank… Auch deshalb und weil das hiesige Fahrverhalten doch recht anders ist als bei uns, haben wir uns immer fahren lassen. Es gibt hier auch viele Touristen, die sich Mofas leihen, aber hier ist Vorsicht geboten, da gängige Verkehrsregeln hier doch sehr anders ausgelegt werden können. Trotzdem ist das Fahren auf Bali recht entspannt und deutlich weniger aggressiv als wir es von deutschen Autobahnen gewohnt sind. Aber es gibt eben zu wenige Straßen und keine Autobahnen für das hohe Verkehrsaufkommen, weshalb auch kurze Strecken sehr lange dauern können. Also Geduld!


Essen auf Bali: Von Köstlichkeiten bis zum Bali-Belly

Die balinesische Küche besteht, wer hätte es gedacht, zu großen Teilen aus Reis. Aber das ist nicht alles, es gibt würzige und vielfältige Gerichte, die frische, lokale Zutaten wie Kokosnuss, Fisch, Fleisch und eine breite Palette an Kräutern und Gewürzen verwenden. Beliebte Gerichte sind Nasi Goreng (gebratener Reis), Nasi Campur (gemischter Reis mit verschiedenen Kleinigkeiten), Sate Spieße mit Erdnusssauce und Gado-Gado (Gemüsesalat mit Erdnusssauce). Ein wichtiges Merkmal ist die Verwendung von Gewürzpasten wie Bumbu Bali, die Gerichten eine intensive Geschmacksbalance verleihen.

Wir haben verschiedene Gerichte und auch Restaurants verschiedener Preisklassen probiert, insbesondere das Cuca Bali was für balinesische Verhältnisse zwar recht teuer, aber dafür exzellent ist. Für uns war das Essen auf Niveau von Sterneküche und der Service absolut top. Also, wenn ihr in der Gegend seid, geht hin, wir haben wirklich nicht gespart und sind mit ca. 80 € als Paar dort raus. In Deutschland hätten wir für einen vergleichbaren Abend mindestens das doppelte gezahlt.


Tauchen auf Bali

Wir waren auf Bali mehrfach in einer deutschsprachigen Tauchschule mit, Paradise Diving, unterwegs. Die Tauchschule liegt im Osten der Insel bei Jepun und war eigentlich nur rund 60 km von unserer Unterkunft entfernt, was bei balinesischem Verkehr mindestens 1,5 Stunden pro Weg bedeutet hat, was uns vorher nicht ganz klar war. Dort waren wir trotzdem an insgesamt 3 Tagen tauchen und können es wirklich empfehlen, die Guides waren sehr nett und wir haben uns rundum gut und sicher betreut gefühlt. Was allerdings etwas schade war, war dass die Tauchschule selbst keine Unterwasserkamera hatte.

An einem der Tage an dem wir dort waren hatten wir aber Glück und ein amerikanischer Tourist mit über 1000 Tauchgängen war dabei und hat für und von uns mit seiner GoPro einige Aufnahmen gemacht, die ihr hier bewundern könnt :).

An dem Tag an dem diese Bilder entstanden sind war außer uns noch besagter Ami dabei und eine weitere Deutsche, die gerade ihren Open Water Diver absolviert hat. Wir hatten daher einen Guide für uns und das war auch gut so, denn der Tauchgang war für Anfänger wie uns schon nicht ohne. An dem Tag hatten wir recht starke Strömung und der Austausch von kaltem und warmen Gewässern war an dem Hang, an dem wir waren deutlich spürbar, was bei Nora mal eben zu kurzen Panik bzw. Kälteattacken führte xD.

Das versenkte Wrack

Für den zweiten Tauchgang ging es zunächst an ein flaches Riff. Später tauchten wir weiter ab und erreichten das Wrack eines Speedboots, das vor 20 Jahren absichtlich versenkt wurde. Um uns herum gab es Rochen, Clownfische, Skorpionfische und sogar kleine Blaupunkt-Mantas. Besonders spannend war auch die Begegnung mit ein paar Calamari. Nach 40 Minuten waren wir wieder an der Oberfläche.

Mit einer vollen Blase machten wir uns auf den Weg zurück zum Strand – selten ist Tom schneller gerannt… Am Strand gab es dann ein leckeres Mittagessen und wir schwatzen noch ein wenig mit den anderen während wir brav unsere Logbücher befüllten. Dann ging es zurück ins Hotel was diesmal geschlagene 1:45 dauerte… Aber der Tag war es allemal wert!

Natürlich haben wir noch einige weitere Ausflüge auf Bali auch über Wasser unternommen, die haben wir aber in einem extra Beitrag für euch gesammelt :).

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