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Ausflüge auf Bali: Kultur, Tempel, atemberaubende Natur und Katzenkaffee

die schwebenden Reisfelder

Teil zwei unseres Bali Urlaubs und jede Menge Ausflüge

Das hier ist der zweite Teil unseres Bali-Berichts, hier fokussieren wir uns auf die Ausflüge über Wasser, die wir unternommen haben. Falls ihr es noch nicht gelesen habt, hier geht es zu Teil 1.


Und übrigens haben wir unsere Eindrücke von Bali auch in einem YouTube Video zusammengefasst:

Unterwegs mit Bali Hans

Unseren ersten Ausflug auf Bali unternahmen wir mit Bali Hans. Hans ist gebürtiger Balinese, der hervorragendes Deutsch spricht und sich auf der Insel bestens auskennt. Mit seinem Fahrer wurden wir morgens um 8:30 abgeholt und erreichten nach rund einer Stunde Denpasar, pünktlich zum berühmten Barong Tanz, eine Geschichte in sechs Akten, die vom Kampf zwischen Gut und Böse berichtet und die keinen Sieger kennt.

Wichtig zu wissen: Solche Ausflüge müssen bei den meisten Ausflügen extra bezahlt werden und das in bar. Der Wechselkurz von Indonesischen Rupien (IDR) zu Euro betrug als wir dort waren 10.000 IDR zu 1,06 Euro.

Nora mit Bali Hans

Traditionelle Rituale und Religion auf Bali

Gegen 10:30 ging es dann zu einer traditionellen Friedhofsanlage und Hans erklärte uns das Ritual der Totenverbrennung , die jeder Hindu bekommen muss. Die Kosten für eine solche Verbrennung betragen rund 3.000 Euro, weswegen die Toten teilweise jahrelang begraben werden müssen, um sie dann auf den traditionellen Verbrennungsplätzen in einem riesigen Fest zu verbrennen. Solche Massenverbrennungen sind oft richtige Feste.

Als nächstes ging es zu einem typisch hinduistischen Familienhaus. Diese haben einige Besonderheiten, so gibt es immer eine äußere Mauer, die zum Meer zeigt und eine hintere Mauer, die immer zum Berg, also den Heiligen, zeigt. Die äußere Mauer soll das Unreine abhalten, die zweite innere Mauer die bösen Dämonen. Die Dächer sind meist aus Reet und in der Mitte eines solch traditionellen Dorfes gibt es einen Zeremonienplatz, wo verschiedene Feste oder Hochzeiten abgehalten werden, oder die Toten aufgebahrt werden.

Grundsätzlich gibt es übrigens fünf vorherrschende Religionen auf Bali: Den Islam, den Buddhismus, den Hinduismus, die Katholiken und Evangelischen. Unser Guide Hans gehört den Katholiken an und erklärte uns, dass alle Religionen friedlich nebeneinander leben (was meistens auch gelingt) und Politik und Religion nicht vermischt werden sollen. In anderen Regionen Indonesien ist diese Aufteilung übrigens sehr unterschiedliche, aber wegen des starken Tourismus ist Bali in vielen Bereichen deutlich toleranter. Was allerdings nicht heißt, dass man Religionen nicht achten sollte! Also, bitte, entsprechende Kleidung anziehen und keine Quatsch an den Tempelanlangen machen, das kann nämlich richtig teuer werden und muss ja auch einfach nicht sein.


Riesige Schmetterlinge und pinkelnde Flughunde

Nächster Halt war eine Tempelanlage von denen es auf Bali wirklich sehr viele gibt. Auch hier wird das Konzept der Mauern überall eingehalten und in jedem Bezirk gibt es drei Tempel für die wichtigsten Gottheiten. Einer der Tempel liegt immer in unmittelbarer Nähe zu einem Friedhof. Der Eintritt betrug 50.000 Rupien pro Person, wieder in bar.

Dann ging es zum Schmetterlingspark, wo man, oh Wunder mit Karte bezahlen konnte, und zwar 200.000 Rupien plus 2%. Der Park war nicht groß aber sehr hübsch und die Schmetterlinge wirklich beeindruckend. Tierisch ging es dann auch im Monkey Park (150.000 IDR pls 2 %). Dort haben wir Flughunde gefüttert, wurden sehr zielgenau fast angepinkelt und hatten jede Menge Spaß mit den possierlichen Tierchen, auch mit einem 6 Monate alten Baby, was sich über aufgespießtes Obst sehr gefreut hat.

Übrigens: Flughunde werden bis zu 33, Jahre alt und die größten wiegen bis zu 1,7 Kilo. Aber keine Sorge, für Menschen sind sie ungefährlich, sie fressen nur Früchte und Obst. Die Affen waren nach den Flughunden schon fast langweilig.


Der Insta-Spot schlechthin: Die schwebenden Reisfelder

Zurück am Auto und los zum Mittagessen für uns beide rund 20 Euro, aber sehr lecker mit Nasi Goreng und Curry Chicken, Fresh Mint Cocktail und Ice Latte. Von dort zu einem wunderschönen Wasserfall, die viele Stufen waren für Nora mit ihrer geprellten Hüfte nicht ohne, aber der Blick war es wert. Auch hier war ein zusätzlicher Eintritt von 30.000 IDR fällig.

Danach fuhren wir zu einem der dank Insta bekanntesten Sehenswürdigkeiten Balis: Die schwebenden Reisfelder, die wirklich einen spektakulären Anblick bieten. Nora weigerte sich allerdings (Höhenangst) auf eine der Schaukeln zu klettern oder Zipline zu fahren. Trotzdem sind uns einige wir wir finden sehr schöne Aufnahmen gelungen.

Auf dem Rückweg hatten wir jede Menge Gelegenheit uns mit Hans zu unterhalten und haben direkt noch eine Tour bei ihm gebucht.

Übrigens Fun Fact: Es gibt genau 7 km Autobahn in Bali, die kosten ca 115.000 IDR Maut und die sind wird auf dem Rückweg dann auch gefahren um überhaupt jemals angekommen, denn wie schon im ersten Bericht erwähnt, der Verkehr auf Bali ist wirklich verrückt.


Individuelle Einzeltour

Da uns der Tag mit Hans so gut gefallen hat, haben wir gleich noch eine Tour mit ihm gebucht, die er uns individuell zusammengestellt hat. Unser Auftrag: wir wollten noch mehr von Balis atemberaubender Natur sehen, sowie gerne noch etwas Kultur. Gesagt, getan. Als erstes fuhren wir rund 1,5 Stunden zum Tempel Tanah Lot, der einfach eine unfassbar schöne Aussicht hat, leider aber auch ziemlich überlaufen ist. Also, gucken, Fotos machen, weiter.


Der teuerste Kaffee der Welt: Den Katzen sei Dank!

Die zweite Station des Tages war dann genau nach unserem „Geschmack“: Hans brachte uns nämlich zu einer kleinen Tee- und Kaffeeplantage mit eigenem Restaurant. Dort wurden uns als erstes die Bäume und Früchte gezeigt, die dort angebaut werden und wir durften schon mal ein wenig kosten (zum Beispiel an Zimt frisch aus der Rinde). Dort wird auch eine echte Rarität hergestellt: Kopi Luwak, auch bekannt als der teuerste Kaffee der Welt!

Was ihn so besonders macht ist, nun ja, nicht unbedingt appetitlich, auch wenn das Resultat eine echte Delikatesse ist. Denn Kopi Luwak, auch bekannt als „Katzenkaffe“ entsteht durch die Verdauungssäfte eines katzenartiges Tieres, der indonesischern Schleichkatze, die eigentlich zur Familie der Mader gehört. Jedenfalls fressen diesen die Kaffeebohnen und scheiden sie wieder aus. Die Verdauungssäfte führen jedoch dazu, dass der Kaffee fermentiert und was eklig klingt wird im Ergebnis richtig lecker, denn der Kaffee hat später so gut wie keine Bitterstoffe. Er gilt daher nicht nur als Delikatesse sondern auch als Medizin, da er (angeblich) den Blutdruck senkt.

Aber auch der hier angebaute Kakao hat mit der Zuckerplörre wie wir sie kennen wenig gemeinsam. Davon konnten wir uns beim Kaffee- und Kakao-Tasting überzeugen. Ein Tablett mit 16 verschiedenen Tee-, Kaffee-, und Kakaosorten wurde uns serviert und wir konnten alles probieren, was die Plantage im Angebot hatte – kostenlos! Einzig der Kopi Luwak musste extra gezahlt werden, was sich Nora natürlich nicht nehmen ließ (Tom mag keinen Kaffee). Für umgerechnet 2,50 € gab es also den berühmten Kaffee und ja, er hat geschmeckt und zwar sehr! Keine Ahnung was die Tasse bei uns kostet, aber ich bin sicher 2,50 sind es nicht…

Der schönste Tempel Balis: Ein echter Geheimtipp

Nach dieser Stärkung ging es weiter zu dem, unserer Meinung nach schönsten Tempel Balis: Dem Dschungeltempel BA TUK KARU. Dieser Tempel aus dem 11 Jhd. liegt auf rund 800 m Höhe, was man auch direkt am Klima spürt. Es ist deutlich kühler als weiter unten und auch ein leichter Wind macht es super angenehm. Und auch wenn es an diesem Tag sehr verhangen war, haben wir die kurzzeitige Abkühlung sehr genossen. Schade war nur, dass uns der Ausblick auf den zweithöchsten Berg Balis so nicht möglich war, aber hey, man kann nicht alles haben!

Auch hier gilt übrigens, wie in allen Tempelanlagen, dass der untere Bereich des Körpers bedeckt werden muss, da er als unrein gilt. Männer sollen außerdem eine traditionelle Kopfbedeckung tragen.

Vor Ort durften wir dann eine Familie beobachten, die eine traditionelle Gebetszeremonie abhielt. Bei solchen Anlässen sind Fotos verständlicherweise untersagt. Wir sind dann dort noch weiter gegangen, haben die Pagodendächer bewundert, den Affen zugeschaut und die Ruhe des Ortes, vor allem auch am Wasser, genossen. Da der Tempel etwas abseits der normalen Straßen liegt, sind hier kaum Touristen, was wir nach dem Trubel bei anderen Stationen sehr genossen haben.

Apropos Trubel: Zum Abschluss sind wir dann noch zum UNESCO Weltkulturerbe in Jatiluwih und den dortigen Reisfeldern gefahren und wurden mit einem herrlichen Ausblick belohnt. Wir sind noch ein wenig in den Reisfeldern umhergewandert und Hans hat uns einiges über den Anbau und die Bedeutung von Reis erzählt, was wir uns aber nicht alles merken konnten, sorry dafür ^^. Die Tour hat uns, genau wie die erste super gefallen und an der Stelle nochmal ein großes Dankeschön an Hans, den wir wirklich wärmstens empfehlen können!


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